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Lexikon der ADS-Begriffe

von Christine Falk-Frühbrodt, M.A.

ADD
ADDS
ADHD, AD/HD
ADHS, ADSH, ADS+H
ADS
HKS
Hyperaktivität
Hypoaktivität
Impulsivität
LRS
MBD
MCD
MCS
POS
SIS

ADD = Attention Deficit Disorder

Im englischen Sprachraum üblicher Begriff. Beide Varianten können gemeint sein: die mit Hyperaktivität und die ohne.

ADDS = Attention Deficit Disorder Syndrom

Auch diese Variante ist im englischen Sprachraum üblich.

ADHD, auch AD/HD = Attention Deficit Hyperactivity Disorder

Dieser Begriff stammt aus dem Diagnosenkatalog DSM IV.

ADHS, ADSH oder ADS+H = Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität

In Deutschland üblicher Begriff für ADS in Verbindung mit Hyperaktivität.

ADS = Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder Aufmerksamkeits-Defizit-Störung

Dieser Begriff ist in Deutschland am gebräuchlichsten. Er beschreibt beide Varianten: die mit Hyperaktivität und die ohne.

HKS = Hyperkinetische Störung oder Hyperkinetisches Syndrom

Diesen Begriff verwenden Ärzte und Psychotherapeuten Krankenkassen gegenüber, wenn sie Hyperaktivität diagnostiziert haben.

Hyperaktivität

Für das Alter und die Lebenssituation eines Menschen ungewöhnliche, exzessive motorische Unruhe; umgangssprachliche Bezeichnung für HKS.

Hypoaktivität

ADS ohne Hyperaktivität, die so genannte "Träumervariante".

Impulsivität

Neigung, spontanen Eingebungen zu folgen - ohne die Folgen zu bedenken.

LRS = Lese- Rechtschreibschwäche, auch Lese- Rechtschreibschwierigkeiten

LRS tritt häufig in Verbindung mit ADS auf.

MBD = Minimal Brain Dysfunction oder Minimal Brain Damage

MBD entspricht MCD.

MCD = Minimale cerebrale Dysfunktion

Dieser Begriff ist veraltet. Er postuliert einen nicht nachweisbaren Hirnschaden.

MCS = Minimale cerebrale Störung

MCS entspricht MCD.

POS = Psychoorganisches Syndrom

In der Schweiz üblicher Begriff. Wie bei MCD und MCS wird auch hier eine minimale Hirnschädigung angenommen.

SIS = Sensorische Integrationsstörung

Dieser Begriff hebt die bei ADS wahrscheinlich vorliegende gestörte Verknüpfungsleistung von Sinnesreizen hervor.

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